Richtlinien für die Industrie für Bleiverglasungseinheiten

 

 

 

                 1.   Verkaufspolitik und Verwaltung

 

 

Aufwand und Bedarf für die Einrichtung einer eigenen Bleiverglasungsabteilung in Ihrem Unternehmen hängen wesentlich von Ihrer Verkaufspolitik ab und der dabei zu treffenden Entscheidung, ob man die Neueinrichtung einfach nur als Zusatzservice für die Kunden einrichten möchte, die sich nach dem Produkt erkundigen oder als eine ständige zusätzliche Einsatz-Abteilung, die weiterentwickelt und ausgebaut werden soll und vor allen Dingen als Vertriebsstelle ein weiteres Produkt in Ihrer Angebotspalette vermarkten soll.

 

In beiden vorbezeichneten Fällen sind einige Grundüberlegungen zu treffen, wie z.B. Platz für diese Abteilung, Entwicklung und künftige Verkaufspolitik.

 

Die Verkaufspolitik ist dabei von einer Reihe weiterer Voraus­setzungen, die untereinander verknüpft sind, abhängig:

 

a)  Der Gebrauch von vorgefertigten Verarbeitungsmustern (Motiven) um eine gewisse Standardisierung (z B. der Größe von Rauten- oder Rechteckmuster) unab­hängig von der Größe der in Betracht kommenden Fenster zu er­stellen.

b)  Die Möglichkeit der individuellen Anfertigung dieser Einzelzeichnungen je nach in Betracht kommender Fenstergröße.

c)  Das Aufbringen der Blei-Flachbandeinfassungen, um unan­sehnliche Endstücke der Motivverarbeitung zu verdecken, die an Fensterrahmenwandungen enden, soweit Sie nicht ohnehin nur mit Doppelglaseinheiten arbeiten, bzw. diese produzieren.

d)  Erstellung eines Standardangebotes (in Form z.B. des Rauten- oder Rechteckmusters) oder aber in Abweichung von dieser Standardisierung Angebote für die Verfertigung alternativer Muster, zu zusätzlichen Kosten,  weil nach individuellen Mustern /Motiven .

 

e)  Der Gebrauch eines Markennamens, um das Produkt besser zu vermarkten. soweit Sie nicht einen solchen bereits verwenden sollten.

 

f)  Verkauf an Großhandel oder Einzelhändler oder aber beides.

g)    Vorbereitung von Anleitungsbroschüren, Motivvorschlägen und Preis-

listen, insbesondere Plazierung im Internet (Wir können Ihnen hierbei helfen! Sagt Ihnen unsere Seite zu? Rufen Sie an).

 

Weitere Überlegungen hängen von der Größe der Firma, ihrer  Vermarktungspolitik ab; aber die meisten der vorbezeichneten Voraussetzungen a) bis g) betreffen alle Unternehmen.

 

 

2. Verwaltung

 

 

Grundsätzlich wird erfahrungsgemäß kein weiteres Personal oder kein weiterer Arbeitsraum im Betrieb benötigt, es ist jedoch äußerst nützlich und auch zu empfehlen, daß das mit dem Vertrieb beschäftigte

Personal GrundKenntnisse von der praktischen Seite des Produktes besitzt, also in der Verarbeitung bewandert ist. Gerade die richtige und vollständige Beschreibung und Anweisung in Bezug auf die Kunden­information sind die wichtigsten und vor allen Dingen kritischsten Punkte des gesamten Verkaufs.Eine ganze Reihe von Unternehmen arbeitet mit ausserbetrieblich tätigen Teilzeitkräften und reduziert somit Personalkosten

 

Aus diesen Gründen ist es äußerst empfehlenswert, ein spezielles Auftragskonzept zu erstellen um Planungsirrtümer bei der Betriebsausgestaltung zu vermeiden und vor allen Dingen die Verwaltung zu vereinfachen. Dieses Auftragsbuch sollte eine Art Anleitung für die Auftragserteilung enthalten und außerdem klar darauf hinweisen, was im Rahmen der betriebenen Verkaufspolitik akzeptiert werden kann und was nicht. Dieses Auftragsbuch soll deshalb auch als Produktionshilfe für den Betrieb und als Service für die Kunden betrachtet werden. Statt dieses Auftragsbuchs läßt sich selbstverständlich auch ein maschinengeschriebenes oder gedrucktes Flugblatt verwenden, welches die Erfordernisse für die Auftragserteilung von Deco-Blei-Einheiten aufführt und dem Kunden die Möglichkeiten, die es mit der Klebebleiverglasung gibt näher zu bringen. Noch besser: bei dem Publikum, das mit dem Computer bewandert ist, das gesamte Konzept nachvollziehbar nahezubringen, wozu Sie sich gerne unserer Website: www.deco-blei.com in Abstimmung mit uns bedienen können.

 

            

                    3.   Vordrucke für Anfertigung verschiedener Motive

 

 

Diese Methode, mit bestimmten vorgefertigten Vorlagen zu arbeiten und keine individuellen Zeichnungen herzustellen, war im Bereich der deutschen Bleiverglasungsindustrie möglicherweise bisher nicht üblich, weil die konventionelle Bleiverglasungsindustrie keine Massenfertigungsindustrie war und wohl auch nie sein wird.

Vordrucke bieten andererseits jedoch eine wesentlich einfachere Bearbeitung sowie erhebliche Ersparnis. Soweit gerade aus Kostengründen diese einfachere Methode vorgezogen wird, können von diesen Standard­motiven, abweichende Motive gegen zusätzliche Kosten angeboten werden.Leicht läßt sich auch eine Sammlung per Computer erstellen, die dem Interessenten zum Einblick und zum Aussuchen zur Verfügung gestellt werden kann. Oder Sie bedienen sich abermals unserer Homepage, von der Sie Motivsammlungen herunterladen oder bestellen können.

 

 

4. Die Zeichnungen

 

 

Um tatsächlich eine 100 %-ige Reproduktion auf den Fensterglasflächen zu erreichen, sollte in jedem Falle mit einer Vorlage gearbeitet werden, soweit sich der Kunde mit einem eigenen Motiv meldet, das ihm nicht in einer 1:1 Zeichnung zur Verfügung steht. Insoweit sollte im betrieblichen Arbeitsbereich ein „Konstruktionsgerät" vorhanden sein, das heute schlicht und einfach „Computer“ genannt wird.

Eigenentwürfe sind dann mit der dazu speziell hergestellten Software (Computerprogramm) leicht möglich. Hierzu eigen sich

 

insbesondere die Programme „Glasseye“ (siehe www.dfly.com) und DECO „Designa

 

 

Wo  Bearbeitungsräume oder Arbeitsräume nicht in umfangreichem Ausmaß zur Verfügung stehen sollte man überlegen, wie spezielle Arbeitstische am ökonomischsten angefertigt werden könnten. Am besten eignen sich hinterleuchtete Vertikal- oder Horizontal-Tische (siehe unsere Produkte : DECO BOX A1 und Typ A2!), die ähnlich einer Tafel, ver­änderbar in der Höhenlage oder Tiefenlage sind. Die Hinterleuchtung ist wichtig um sicherzustellen, daß bei Verwendung von Bleistreifen und Farbfolien die beidseitig auf das Arbeitsglas aufzubringenden Bleibänder deckungsgleich aufgebracht werden können. Bei Verwendung von Strukturfolien ist dies ohne Hinterleuchtung schwierig.

Die Spule mit dem Bleistreifen sollte sich direkt über dem Tisch aufgehängt befinden und das Bleiband durch eine trichterförmige Einrichtung (normaler kleiner Einfülltrichter) für den Bearbeiter ein­fach und schnell zum Abrollen bei der Bearbeitung bereitstehen.

Für beste Hinterleuchtungssicht bei der Bearbeitung sind Neonlampen hinter oder unter dem Arbeitstisch, dessen Oberfläche eine Milchglasplatte sein sollte, zu empfehlen.

 

 

6.  Organisation bei der Bearbeitung

 

 

In der Anfangsphase ist es am ökonomischsten, mit größter betrieblicher Flexibilität zu arbeiten. Beispielsweise wäre bei einer späteren Phase ein technischer Zeichner oder ein Mitarbeiter am Computer in der Lage, z.B. sechs Verarbeiter mit entsprechenden Vorlagen zu versorgen. In letzterem Falle benötigen Sie ein Programm, daß Ihnen die Motivvorlage in beliebigen Größen fertigt (siehe www.deco-blei.com website). Da dies in der Anfangsphase oft nicht möglich ist, sollte zunächst der Zeichner für die Vorlagen auch gleichzeitig mit verarbeiten. Wichtig ist da­bei, das richtige Personal auszusuchen. Im wesentlichen kommt es dabei darauf an, daß jemand ein Auge für die Fertigung gerader Linie besitzt. Dies ist eine Qualifikation, die jemand in der Regel von Natur aus besitzen muß, da Ausbildung alleine diese Eignung nicht immer bringt. Hier winkt aber bei Eignung der Person z. B. auch der Einsatz von Heimarbeitern! Geschwindigkeit und Genauigkeit der Verarbeitung steigern sich erfahrungsgemäß mit der weiteren Erfahrung und hängen natürlich auch von der Geschicklichkeit der einzelnen Verarbeiter ab. Dies ist deshalb einer der wesentlichsten Punkte bei der Mengenverarbeitung.

Außerdem gibt es eine Vielzahl von bereits entworfenen Motiven (CKE Motive z.B. ), auf die man zurückgreifen kann.

 

 

7.  Das Bleiband

 

 

Das selbstklebende Deco-Blei ist in zwei unter­schiedlichen Profilen zu erhalten. So einmal in oval; einmal in flach; dabei in den Breiten von 3 mm, 4,5 ,6 mm, 9 mm und 12 mm, 15 mm, 18 mm 22 mm. Das ovale Blei sollte für den Motivteil, nämlich die Verfertigung des Motivs und das Flachband nur für die Einfassung des Motivs, also für die Umrandung, verwandt werden, soweit Sie nicht ohnehin die Klebebleiverglasung innerhalb einer Doppelglaseinheit unterbringen. Die besten Verkaufserfolge wurde bei Fenstern ab ca. 1 qm mit Rauten- oder Rechteckmotiv mit dem 9 mm und 6 mm oval Bleiband er­reicht.Im Bild-Motivbereich, jedenfalle bis 1 qm sind 4,5 mm, 3 mm, 6 mm in dieser Reihenfolge im Einsatz dominierend.

 

Gerade Linien, wie beim Rauten- und Rechteckmuster sind relativ einfach zu befestigen und auch von einem wenig ausgebildeten Anwender ohne größere Anstrengung erstellbar. Ein normaler Arbeiter kann dabei innerhalb weniger Wochen bereits einen hervorragenden Verarbeitungsstandard in steigender Geschwindigkeit  erzielen. Erwarten Sie jedoch nicht zu schnelle Ergebnisse direkt von Anfang an. Qualität und saubere Verarbeitung sollten die obersten Grundsätze bei der Anwendung bleiben, da der Kunde hier endentscheidend sein wird.

Auch die Qualität des Bleis ist dabei wichtig. So sollen die Kanten sauber und gerade sein und keine Ausgratungen enthalten. Die Oberfläche des Bleibandes sollte gleichmäßig glatt sein, sobald es jedenfalls, wie vorgeschrieben, leicht gestreckt wird. Soweit ein Orangenhaut-Effekt aufgrund zu starken Streckens be­obachtet wird, sollte dieses gestreckte Band nicht weiterverarbeitet werden. Die Flexibilität und Biegefähigkeit des Blei's sind ebenfalls wichtig. Schwer biegbares Blei, (sog. Extrusionsbleie im Gegensatz zu DECO Blei als Walzblei)verlangsamt die Verarbeitung und bringt dabei  nicht einmal Vorteile vielmehr eher Nachteile, da es sich beim fehlerhaften Verbiegen i.d.R. nicht in den Ursprungszustand zurückbiegen läßt. Ganz offenkundig wird der Vorteil des Walzbleis bei der Fertigung enger Kreisformen. Wichtig ist für viele Kunden auch die Frage, wie schnell das Bleiband oxydiert. Zwischenzeitlich hat sich auch ein maßgeblicher Kundenwunsch dahin entwickelt, daß man die Bleibänder unoxydiert in der Doppeleinheit haben möchte. Ein Bleiband, welches schon bei der Lagerung oxydiert, erweist sich oft als ungeeignet.

DECO Blei Classico zeichnet sich durch gute Verarbeitungsgeschmeidigkeit ebenso aus wie durch langsame Oxydation.Dies erklärzt auch den preislichen Unterschied zu der Version Standard, die weicher ist und schneller oxydiert. Der Unterschied besteht in der Beschaffenheit des Bleis und seines Antimoniumgehaltes, der durch zu viel durchlaufene Schmelzprozesse stetig abnimmt. CLASSICO hat nur einen Schmelzvorgang hinter sich. Auch die Colorierung dieser Bleibänder gewährleistet deshalb bessere Beständigkeit.

 

Dauerhafte Klebewirkung und das Fehlen von chemischen „Fremdkörpern“ im Klebebereich sind die grundlegenden Voraussetzungen für eine ordentliche und dauerhafte Verarbeitung im Bereiche der Doppel­verglasungselemente. Das selbstklebende Deco-Blei wurde von einem unabhängigem Laboratorium bereits getestet, um diese Erfordernisse zu überprüfen. Die Testergebnisse haben dabei den im englischen Bereich bekannten Standard B.S. 5713 (Nebel­effekt-Test) als erreicht bestätigt.

Wesentlich für den problemlosen Einsatz von Klebebleiverglasungen im Doppelverglasungsbereich ist die Qualität des Klebers. Dieser muß uv-lichtfest sein, um den gefürchteten „Nebeleffekt“ innerhalb einer Doppeleinheit zu vermeiden (chem. Zusatzstoffe im Kleber reagieren bei Sonnenlichteinstrahlung durch UV-Licht oder durch Hitze und nebeln die Glaseinheit in Form von Niederschlag auf der Glasinnenseite ein). Die Einheit sieht dann aus, als sei sie nicht geputzt worden

Der Kleber muß gleichmäßig und vollflächig auf der Rückseite des Bandes vorhanden sein, um Verquellungen bei der Verarbeitung zu vermeiden und zu gewährleisten, daß das Band vollflächig klebt, um Witterungsfestigkeit zu erreichen. Letztlich muß der Kleber „schwimmfest“ sein, das heißt durch Hitzeeinwirkung in der Doppelglaseinheit nicht weich oder gar flüssig werden. Was das Band dann macht, brauchen wir hier wohl nicht weiter zu erklären!

 

 

8. Anwendung

 

 

Die Glasoberfläche muß bei Blei-Klebeverfahren immer sauber und trocken sein.Wenn das Bleiband z.B. beim Aufbringen im Winter nicht korrekt zu kleben scheint, liegt dies mitunter bereits an den Ausdünstungen der Haut, die sich als Feuchte auf der Glasoberfläche niederschlagen. Das Bleiband selbst muß ebenfalls in trockenen und vor allen Dingen nicht zu kalten Räumen gelagert werden. Bei dem Aufbringen von Motiven und Umrandung auf noch nicht eingerahmten Gläsern, die für den Einbau in Doppelglaseinheiten gedacht sind, ist zu berücksichtigen, daß die Gläser später in die Rahmenbereiche mit einer bestimmten Einbautiefe eingebracht werden und damit regulär rundum am Fenster mind. 10 mm oder mehr verloren gehen. In diesen Fällen sollte also vorher die Verankerungstiefe der Fensterrahmen festge­stellt werden, bevor man die Flachbandverarbeitung vornimmt.

Wenn beide Seiten einer Glas-Scheibe eines künftigen Doppel­glaselementes verbleit wurden, sollte diese ca. 10 Minuten stehen bleiben, bevor das versiegelte Element erstellt wird. Dadurch sollen möglicherweise bei der Verarbeitung im Klebebereich entstehende Gase sich verflüchtigen können und nicht im späteren versiegelten Element enthalten bleiben, außerdem soll dem Kleber Gelegenheit zum „Nachziehen“ gegeben werden.

 

 

9.  Säuberung nach Verarbeitung

 

Das Blei kann bereits unmittelbar nach dem Aufbringen durch Glaswaschanlagen gesäubert werden, vorausgesetzt, es ist korrekt entsprechend unserer Gebrauchsanleitung aufgebracht. Stattdessen kann selbstverständlich auch die Reinigung per Hand durchgeführt werden. Bei der Verwendung von Colorfolien muß mit dem Härtegrad der Reinigungshilfen die kratzempfindlichkeit der Folien berücksichtigt werden. Die meisten Unternehmen bauen bei der Verwendung von Colorfolien die Klebebleiverglasungen ohnehin innerhalb von Doppelglaseinheiten ein, um Fehler beim Reinigen durch den Endkunden und fragwürdige Reklamationen direkt auszuschließen. Bezüglich der richtigen Reinigungsmittel und Waschnmittel unterrichten Sie sich bitte bei KEMTEC auf unserer Website 

 

 

 

 

 

 

 

10. Verlötungen d. Kreuzstellen u.

 

sonstigen Verbindungen

 

 

Eine derartige Verarbeitung ist bei der konventionellen Bleiverglasungsbearbeitung erforderlich (stabilisieren von Glasteilen innerhalb der Bleilitzen und innerhalb des gesamten Rahmens. Bei der Klebebleiverglasung ist dies jedoch nicht mehr angebracht, da der Faktor „Stabilität“ durch die bearbeitete einheitliche Glasfläche gewährleistet wird. Gerade das Fehlen von Lötstellen, die immer gewisse Unebenheiten aufweisen, ist mittlerweile mit einer der wesentlichen Verkaufsgesichtspunkte. Hausfrauen ziehen generell glatte Glasoberflächen für die Reinigung vor, erheben also Einwendungen gegen die Bleiverglasung herkömmlicher Art wegen der Unzahl an Schmutzfängern.

 

Wünscht der Kundenkreis die Verlötung aus optischen Gründen, sind sie daran bei der Verwendung von Deco-Blei nicht gehindert, bei der Verlötung sollten Sie jedoch nicht zu hohe Hitze fahren, da das band durchschmilzt (an Probestück versuchen). Auch in diesem Bereich hat bei den Kunden bereits eine Umorientierung stattgefunden, da die Deco-Blei-Verglasung mit fehlenden Lötstellen gleichmäßiger und akkurater aussieht, außerdem Lötstellen nicht mehr altern können, zumal sie entbehrlich sind.

 

                                                11. Glasfacetten

 

Relativ neu bei der Klebebleiverglasung ist die Integration von Glasfacetten (bevels). Bei der bisherigen Einarbeitung von Glasfacetten in konventionelle Bleiverglasungen reichten Facetten mit 3 mm Randstärke aus; bei der Klebebleiverglasung können diese zwar ebenfalls verwendet werden, wegen des stärkeren Randes erhalten Sie aber beim Auflegen von Bleibändern an deren Mitte durch den dickeren Rand der Facette möglicherweise eine Aufkufung, die sich bei der Verwendung der Facetten, die für die Klebebleiverglasung gedacht sind ( 1,5 mm Randstärke)nicht zeigen. Bei der Verwendung von Facetten mit 3 mm Randstärke verlegen Sie dann zur Vermeidung der Aufkufung direkt am Rand der Facette parallel zu dieser ein 3 mm Bleiband, welches dann später beim Auflegen des breiteren Bandes ebenso wie der direkte Rand der Facette überdeckt wird.

Die Facetten verarbeitete man bisher mit einem durch Uv-Licht härtenden Kleber. Bisher mußten hierfür starke Uv-Lampen benutzt werden, die erhebliche Bedenken bzgl. ihrer potentiellen negativen gesundheitlichen Auswirkungen beim Personal mit sich bringen. Wir können Ihnen nunmehr einen Kleber anbieten (4U2Bond), mit den gleichen positiven Eigenschaften der bisherigen Kleber; der allerdings mit normalem weißen Licht gehärtet wird. Für die Massenverarbeitung gibt es hier ebenfalls eine Arbeitsbank mit Weißlicht (DECO Boxen A1 und A2). Näheres entnehmen Sie bitte unserem Katalog bzw. der Homepage (Facetten/bevels).

 

 

 

J.C. Clouth                                                             DECO Blei P. GmbH

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